Rückblick auf die Vereinsgeschichte des FC 07 Furtwangen e.V. Zeitraum von 1907 bis 2007

 

„und da sich die neuen Tage aus dem Schutt der alten bauen, kann ein ungetrübtes Auge rückwärts blickend vorwärts schauen“

Es ist unmöglich rückwärts blickend alle Geschehnisse aufzuzählen, die der FC 07 Furtwangen auf dem langen Weg seines Wachsens bisher erlebte. Die folgende Darstellung enthält nur jene Ereignisse, die für diesen Weg einerseits die Richtung markieren und andererseits die Stufen der Entwicklung abzeichnen, sei es in Hauptabschnitten oder in Alltagskleinigkeiten der betreffenden Zeit. Allerdings sollte es ein Gesamtbild geben und bleiben, nicht nur eine Aufreihung zusammenhangloser Neuigkeiten aus alten Tagen.

Inmitten herrlicher Schwarzwaldlandschaften, umgeben von Tannen-wäldern liegt die schöne Schul- und Uhrenstadt Furtwangen, mit 850 bis 1150 m die höchstgelegene Stadt in Baden-Württemberg. Die Anfänge des Fußballsports reichen in Furtwangen schon in die neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts zurück. In den Jahren 1897 und 1898 waren es die Uhrmacherschüler, die die Furtwanger mit dem neuen Sport bekannt machten. Der Club der Uhrmacherschüler wurde „Teutonia“ genannt und bestand von 1897 an nur wenige Jahre. Doch war der Anstoß zu neuen Vereinsgründungen gegeben. Sie spielten auf den freien Plätzen der Umgebung der Uhrmacherschule. So entstand wahrscheinlich im Jahre 1900 der erste heimische Verein „Stern“, der abgelöst wurde durch den Fußballclub „Germania“ um das Jahr 1903. Man spielte in Furtwangen auf allen nur möglichen Plätzen Fußball. So bei der evangelischen Kirche, auf der Hofhöhe, beim Cyprian, auf dem Raben und der Sonnenwiese.
Im Jahre 1907, zu einer Zeit als der Fußballsport vom Staat ungern gesehen wurde und es ein großes Opfer bedeutete, Wegbereiter für diesen Sport zu sein, lag die Gründung des heutigen FC 07 Furtwangen. Interessant ist die Geschichte die zur Gründung führte.
An einem Sonntag im Mai des Jahres 1907 machten sich Karl Hummel, Karl Hirt, August Kirner, Karl Heim und Josef Tomscha auf, um auf die Martinskapelle über die Katharinenhöhe zu wandern. Auf ihrem Weg kickten die Genannten mit den dort stehenden Pflanzen
und liegenden Gegenständen. Dies machte so viel Spaß und sie kamen auf die Idee einen Fußballclub zu gründen. Auf dem Heimweg kehrten sie noch im „Furtwanger Hof“ an. Hier wurde beschlossen am 2. Juni 1907 im Gasthaus „Fortuna“ eine Gründungsversammlung ein zu be-rufen. So wurde auch verfahren und an diesem Tage der Fußballclub gegründet. Bei der Versammlung waren Karl Hummel, Karl Hirt, Josef Grieshaber, Karl Uttenweiler, Franz-Josef Hug, Albert Scherer, August Kirner, Karl Heim, Friederich Lüber und Adolf Thurner anwesend. Als 1. Vorsitzender wurde Karl Hummel und als 1. Spielführer Karl Hirt gewählt. Die Beschaffung von Geräten sowie Sportkleidung machte den jungen Leuten außerordentliche Schwierigkeiten. Die größten Schwierig-keiten hatte man bei der Anschaffung der Sportkleidung. Erst am 15. August 1907 kam das erste Wettspiel gegen den FC 04 Gütenbach zustande. Furtwangen gewann mit 8:0 Toren. Die Mannschaft entwickelte sich schnell zu einem beachtenswerten Gegner.
Am 15. Dezember 1908 erfolgte die Vereinigung mit dem FC Germania. Der Verein erhielt dadurch einen Zuwachs von 7 Mitgliedern. Immer wieder stand der junge Verein vor großen Problemen. Die Hauptsorge war ein Gelände für einen Sportplatz.
Im Jahre 1908 wurde vom „Leimgrubenbauer“ Dorer, auf der Rabenhöhe ein solcher angemietet. Wohl der höchstgelegene Sportplatz, zur damaligen Zeit in ganz Deutschland. Die heutigen Fußballspieler möchte ich daran erinnern, dass man zuerst einmal die Rabenhöhe zu Fuß erklimmen musste, bevor man trainieren oder spielen konnte. Im Dezember 1908 wurde der Lehrer Alfred Egetmeyer nach Furtwangen versetzt. Der Spieler des Karlsruher Fußballvereins brachte dem FC 07 einen starken spielerischen Aufschwung. Aber bereits nach einem Jahr wurde der verdienstvolle Förderer wieder versetzt. Er wurde damals zum ersten Ehrenmitglied des Vereines ernannt. Das innere Vereinsleben hatte viel Widerstände finanzieller, gesellschaftlicher und behördlicher Art zu überwinden. Im Frühjahr 1910 übernahm Karl Hirt das Amt des 1. Vorsitzenden. Im Sommer des Jahres 1911 wurde eine Leichtathletikabteilung einge-führt. Mit anderen Schwarzwälder Fußballvereinen vollzog auch der FC 07 am 6. Mai 1913 seinen offiziellen Beitritt zum Verband der süd-deutschen Fußballvereine. Während des 1. Weltkrieges ruhte der Fußballsport in Furtwangen fast vollständig. Erst im Frühjahr 1916 wurden wieder die ersten Anfänge zur Aufnahme des Spielbetriebes gemacht. Hierzu benötigte man eine Genehmigung des Bürgermeisters. Im Herbst 1916 wurde dann der Spielbetrieb abermals eingestellt, da sämtliche Spieler zum Wehrdienst eingezogen wurden. Am 26. Dezember 1918 trat der FC 07 mit einer Begrüßungsfeier für die heimgekehrten Krieger wieder an die Öffentlichkeit. Im April 1919 wurde dann der Wettspielbetrieb wieder aufgenommen. Auch auf kulturellem Gebiet war der Verein aktiv. So wurde im Jahre 1919 auch eine Laienspielgruppe ins Leben gerufen. In diese Zeit viel auch erstmals in der Vereinsgeschichte die Bildung einer Jugendmannschaft. Nicht unerwähnt soll sein, dass sich zu diesen Zeiten auch mache Begebenheiten, die zum Schmunzeln Anlass geben, ereignet haben. Zu den Spielen in St. Georgen und Waldkirch wurde mit dem Fuhrwerk des Kohlenhändlers Kieninger gefahren. Zu vielen Spielen mit dem Fahrrad oder auf Schusters Rappen. Einmal wurde in Neustadt gespielt. Nach dem Spiel entschlossen sich einige Spieler, wegen Geldmangel, den Heimweg zu Fuß anzutreten. Man kam in die Nacht hinein und verirrte sich prompt. Die Spieler kamen dadurch erst am Montagmorgen, um 5 Uhr, nach Furtwangen zurück. Der FC 07 verfügte bereits in den zwanziger Jahren über hervorragende Fußballspieler. So spielten in der Auswahlmannschaft Württembergischer Schwarzwald bereits vier Spieler aus Furtwangen. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. März 1921 wurde die Genehmigung erteilt, dass der Verein in das Vereinsregister eingetragen werden soll.
Schwierigkeiten ergaben sich auch bei der Pachterneuerung des Sportplatzes auf der Rabenhöhe. Ein Nachteil war auch die große Ent-fernung zur Stadt. Man bemühte sich um ein Gelände in der Stadt. Der Versuch war von Erfolg gekrönt. Durch das Entgegenkommen der Fabrikanten Oskar und Felix Ketterer konnte das Gelände an der Breg pachtweise erworben werden. Mit dem Bau des Sportplatzes wurde im April 1921 begonnen. Ende August 1922 wurde der neue Sportplatz eingewiehen. Hier darf mit ruhigem Gewissen gesagt werden, wenn die Sportplatzherstellung nicht in die Inflationszeit gefallen wäre, wäre der FC 07 dieser finanziellen Last wohl kaum Herr geworden. Im Verlauf der weiteren Jahre ging es in der Vereinsgeschichte Auf und Ab. Erster Ehrenvorsitzender, anlässlich seiner großen Verdienste um den Verein, wurde im Jahre 1925 Karl Hirt.

 

1925 wurde die 1. Mannschaft ...

... Bezirksmeister der A-Klasse und 1926 A-Klassengaumeister im Hochschwarzwald und in die Kreisliga auf-genommen. Da das bisherige Sportplatzgelände nur angepachtet war, gelang es dem 1. Vorsitzenden Oskar Seifritz, am 1. Juli 1927, das Gelände von den Fabrikanten Ketterer, für 2900,- Reichsmark zu kaufen. Der Eintrag in das Grundbuch der Stadt Furtwangen erfolgte am 31. März 1928. Die damalige Gesamtverschuldung des Vereines belief sich auf 6000,- Reichsmark. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Januar 1929 wurde Karl Zuckschwert zum Ehrenspielführer sowie Oskar Seifritz zum Ehrenmitglied ernannt. Von 1926 bis 1930 spielte die 1. Mannschaft in der Kreisklasse. Bei der Generalversammlung am 28. Juni 1930 wurde beschlossen, dass die Mannschaft freiwillig aus der Kreisliga absteigt und wieder in der A-Klasse weiterspielt. Grund waren die finanziellen Verhältnisse. Die wirtschaftliche Situation des Vereines wurde immer bedrohlicher. Die Verzinsung der Schuldenlast traf den Verein hart. Die Vorstandschaft beschloss Bittbriefe an die Fußballvereine zu schicken, um die Notlage zu entschärfen. Der Erfolg war gleich null. In der Saison 1930/31 wurden beide Mannschaften Meister. Die 1. Mannschaft stieg wieder in die Kreisliga auf. In der Generalversammlung 1931 wurde der bisherige Vorsitzende Dr. Oskar Wack zum Präsidenten des Vereins berufen. Das 25 jährige Jubiläum im Jahre 1932 wurde nur in kleinem Rahmen gefeiert, da die wirtschaftliche Lage in Deutschland alles Andere als gut war. Auch dem Verein ging es zu dieser Zeit sehr schlecht. In allen Mannschaften des Vereines waren mehr als die Hälfte aller Personen arbeitslos oder in Kurzarbeit. Die Wettspieleinnahmen gingen drastisch zurück. Viele passive Mitglieder meldeten sich aus dem Verein ab. Dadurch entstanden auch große Einbußen bei den Mitgliedsbeiträgen. In der außerordentlichen Generalversammlung am 19. November 1932 wurde Karl Schnurr zum 1. Vorsitzenden gewählt. Der Nachbarverein Gütenbach konnte aus diesen Gründen seinen Spielbetrieb nicht mehr aufrechterhalten. Dadurch war es möglich, dass durch einige aktive Spieler aus Gütenbach unsere 1. Mannschaft verstärkt werden konnte. Hier muss unbedingt die sportliche Haltung der Spieler anerkannt werden. Die Spieler mussten Sonntag für Sonntag von Gütenbach und wieder zurück laufen. Für heutige Verhältnisse unmöglich. Durch diese finanzielle Misere wurde beim südbadischen Fußballverband ein Fond für notleidende Vereine eingerichtet. Auf Antrag des FC 07 wurde ihm ein Darlehen in Höhe von 2500,- Reichsmark zu 2,5% Zins gewährt. Außer der finanziellen Situation stand auch der Umbau der Sportplatz-anlage an. Der Platz war bei schlechter Witterung kaum noch bespiel-bar. Es wurde eine Vereinslotterie zu Gunsten des Sportplatzbaues veranstaltet. Aus dieser Verlosung erzielte man einen Reingewinn von 3000,- Reichsmark. Im Sommer 1933 wurde dann mit dem Bau begonnen. Da der Spielbetrieb jedoch weitergehen musste, einigte man sich mit der damals noch existierenden DJK damit man diesen Sportplatz benützen konnte. Im März 1935 erging ein Regierungsbeschluss mit dem die noch bestehenden Vereine, wie Deutsche Jugendkraft (DJK) und freie Turnerschaft (FT) aufgelöst wurden. Beide Vereine schlossen sich fast vollständig dem FC 07 an.
Die Einweihung des umgebauten Bregsportplatzes fand im Juli 1935 statt. Ebenfalls fand in diesem Monat die Einweihung des Gedenk-steines für die gefallen und vermissten Krieger des 1. Weltkrieges statt. Im August 1937 feierte der FC 07 sein 30 jähriges Vereinsjubiläum. Immer mehr Zuschauer fanden sich am Waldrand gegenüber des Sportplatzes ein, um das Eintrittsgeld zu umgehen. Deshalb wurde rechtzeitig zum Festbeginn auf dieser Seite ein Bretterzaun errichtet. Im Dezember 1937 riss ein Sturm diesen Zaun bereits wieder nieder. Ein Aufbau erfolgte nicht mehr. Die Bretter wurden zur Aufbesserung der Vereinskasse verkauft. Bei der Generalversammlung am 25. Juni 1938 legten der 1. und 2. Vorsitzende, der 1. Schriftführer und der 1. Kassenwart ihre Ämter nieder.
Während des zweiten Weltkrieges hat das Spielgeschehen sehr gelitten. Der Verein verlor viele Spieler und Mitglieder die gefallen sind. Im Jahr 1940 wurde die Jugendmannschaft des FC 07 Schwarz-waldmeister. Bei den badischen Meisterschaften mit den teilnehmenden Mannschaften VfR Mannheim, FC Pforzheim und FC Adelsheim belegten sie einen guten 3. Platz. Infolge der Kriegsjahre ruhte in den Jahren 1943 und 1944 der gesamte Spielbetrieb. Nach Kriegsende musste der Verein 36 Mitglieder und 6 Vermisste Personen beklagen. Durch den Erlass der französischen Besatzungsmacht wurden alle Vereine aufgelöst. Erst am 7. Juli 1946 wurde die Gründung eines „allgemeinen Sport-vereines durch die französische Besatzungsmacht genehmigt. In diesem Verein wurden alle sporttreibenden Vereine in Furtwangen erfasst. Die Währungsreform am 25. Juni 1948 wirkte sich auf das Vereinsleben aus. Die Gelder wurden wieder knapper. Im sportlichen Bereich wurde die Zonenliga aufgelöst und Furtwangen wurde der 2. Amateurliga zugeordnet. Im Jahr 1950 wurde der ASV Furtwangen aufgelöst. Die Vereine erhielten wieder ihre Selbständigkeit. Kurze Zeit später befasste man sich beim FC 07 mit der Vergrößerung der Sportplatzanlage. Die Pläne mussten aber wieder auf Eis gelegt werden. Erst im Mai des Jahres 1952 wurden die Pläne wieder aufgegriffen. Durch die Mithilfe der Stadt Furtwangen kam dann der Geländetausch zwischen Stadt und der Firma Ketterer-Erben zustande. Der Umbau konnte beginnen. Am 10. August 1952 feierte der Verein sein 45 jähriges Bestehen. Im Spieljahr 1954/55 mußte unsere 1. Mannschaft leider in die A-Klasse absteigen. Die Bauvorhaben nahmen kein Ende. Im Jahre 1956 konnte die Sport-platzumzäunung gebaut werden. In der Saison 1955/56 stieg die 1. Mannschaft wieder in die Amateurliga auf. Im Juli 1957 wurde das 50 jährige Jubiläum des Vereines gefeiert. Im Hauptspiel standen sich die Mannschaften Bremerhaven 93 (1. Liga-Nord) gegen FC 04 Singen (2. Liga-Süd) gegenüber. Für beide Mannschaften mussten damals 3000,- DM an Kosten aufgebracht werden. Im Jahre 1957 wurde von der Stadt Furtwangen ein Sportausschuss für Leibesübungen gegründet. Der damalige 1. Vorsitzende des FC 07, Günter Stöhr wurde Geschäftsführer. Als weitere Baumaßnahme stand die Errichtung eines Umkleide-hauses auf dem Plan. Im September 1958 hat man im Hotel Sonne darüber beraten. Die Kosten hierfür hätten sich auf 50000,- bis 60000,- DM belaufen. Diese Kosten waren jedoch für den Verein nicht erschwinglich. So musste der Plan einstweilen zurückgestellt werden. Die über Jahre erstklassige Jugendarbeit des Vereins zahlte sich aus. Im September 1959 beschäftigte man sich wieder mit dem Neubau eines Umkleidehauses. Unter der Federführung des damaligen 1. Vor-sitzenden Günter Stöhr wurde der Bau beschlossen. Das bisherige Vereinslokal zum „Bad“ wurde geschlossen und abgerissen. Das Gasthaus „Zum Löwen“ war nun vorübergehend neues Vereinslokal. Im Spieljahr 1960/61 stieg die 1. Mannschaft in die neugebildete Schwarzwald-Bodensee Liga auf. Bereits ein Jahr später musste man wieder absteigen.


 

Im August 1960 konnte ...

... das neue Umkleidehaus seiner Bestimmung übergeben werden. Die Baukosten beliefen sich auf 31000,- DM. Die Gelder hierfür bestritt man aus Eigenmittel, Spenden und einem Zuschuss der Stadt Furtwangen. In der Bauepoche des FC 07 ging es aber munter weiter. Man benötigte eine Beleuchtungsanlage. Im Mai 1964 wurde beschlossen diese Anlage zu bauen. Im Oktober 1965 war dann die Beleuchtungsanlage für Kosten in Höhe von 2500,- DM erstellt. Im Jahre 1962 wurde vom damaligen Staffelleiter Heinrich Müller aus Niedereschach der Bregtalpokal ins Leben gerufen. Dieser Pokal wird auch im jetzigen Jahr 2007 noch ausgespielt. Bis dato gewann unsere 1. Mannschaft den Pokal 20 mal. In der Saison 1964/65 wurde die 1. Mannschaft wieder Meister ihrer Klasse. Sie scheiterte jedoch an den Aufstiegsspielen. Die 2. Mannschaft wurde in der Saison 1965/66 ebenfalls Mesister, Auch sie scheiterten in den Aufstiegsspielen. Im Juni 1966 fand in Furtwangen das 5. Alterstreffen ehemaliger Fußballspieler aus dem Bereich Württemberg-Schwarzwald statt. Hier wurden die Furtwanger Arthur Schlageter und Karl Schnurr mit der goldenen Medaille für Tat und Treue ausgezeichnet. In einer am 1. Juli 1966 einberufenenaußerordentlichen Generalver-sammlung wurde der FC 07 von Bürgermeister Hans Frank über das geplante Sportzentrum in der Breg unterrichtet. Dabei sollte der FC 07 mit eingebunden werden. Es ging hierbei um den Verkauf des vereins-eigenen Sportgeländes. Ab der Saison 1966/67 nahm erstmals wieder eine 3. aktive Mann-schaft am Spielbetrieb teil. Im Juni 1967 wurde das 60 jährige Bestehen des Vereines gefeiert. Die Hauptattraktion war der bunte Abend mit Slavko Avsenik und seinen „Original Oberkrainern“. Der damalige Vorsitzende Edwin Fischer hatte mit der Verpflichtung dieser Musikgruppe den richtigen Griff getan. Die D-Jugend des Vereines wurde überlegen Meister und gewann auch die Schwarzwaldmeisterschaft. Im Januar 1968 wurde über eine Erweiterung des Clubhauses beraten. Es wurde eine Baukommission gebildet. Im Mai wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung abgehalten. Die Erweiterung des Clubhauses wurde mehrheitlich beschlossen. Der Baubeginn war am 1. Juni 1968. Im November 1968 wurde Richtfest gefeiert. Es wurden rund 4000 freiwillige Arbeitsstunden erbracht. Der wohl größte Erfolg in der jüngeren Vereinsgeschichte war der Gewinn des Südbadischen Vereinspokales im Jahre 1970. Im Juli 1970 bestritt unsere 1. Mannschaft dann ihr 1. Spiel um den DFB Pokal. Gegner war der damalige Regionalligist FC Villingen. Vor über 2000 Zuschauer verlor man denkbar knapp mit 1:2 Toren. Bereits in der 8. Minute erzielte Richard Huber den Führungstreffer für den FC 07. Lange Zeit sah es nach einer dicken Überraschung aus. Dieses Spiel wurde damals bundesweit auf dem Tottozettel getippt. Am 30. August errang die A-Jugendmannschaft den Meistertitel und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandssonderstaffel. Markant ist auch der 12. September 1970. Hier wurde der Verkauf des Sportgeländes an die Stadt Furtwangen beschlossen. Die D- Jugend wurde zum 3. male Schwarzwaldmeister. Im Rahmen des Sportlerballes im Jahre 1971 erhielt die siegreiche Pokalsieger-mannschaft die bronzene Ehrennadel des Stadtausschusses für Leibes-übungen. Nur wenige Tage danach wurde sie Meister der Landesliga, Staffel 3. Damit verbunden war der Aufstieg in die Schwarzwald-Bodensee Liga. Die C- Jugend wurde Staffelmeister und die neugegründete B- Jugendmannschaft wurde auf Anhieb ebenfalls Staffelsieger. Bei den Schwarzwaldmeisterschaften im Juli 1971 wurden die C und B- Jugendmannschaften Schwarzwaldmeister. Im Frühjahr 1972 begann die Stadt Furtwangen mit dem Umbau der Bregsportplätze. Ab diesem Zeitpunkt begann für die Mannschaften des FC 07 eine harte Zeit. Alle Heimspiele mussten in dieser Zeit in Niedereschach ausgetragen werden. Auf dem heutigen Festplatz wurde ein provisorisches Ausweichspielfeld, von der Stadt, angelegt. So konnten wenigstens die Spiele der Jugendmannschaften sowie der 2. und 3. Mannschaft dort ausgetragen werden. Im Mai 1972 stieg die 1. Mannschaft wieder aus der sogenannten „SchwaboLi“ ab. Dieses Schicksal wurde erst am letzten Spieltag entschieden. Zwei in Furtwangen bekannte Spieler wechselten in diesem Jahr den Verein. Urban Klausmann ging zum FC 08 Villingen und Alex Feis zum SC Schwenningen. Im Jahre 1972 erfolgte der offizielle Anschluss der Damenmannschaft an den FC 07. Ebenfalls im Jahre 1972 konnte der FC 07 wieder einen Präsidenten gewinnen. An diesem Abend wurde Guido Rombach zum Präsidenten des FC 07 ernannt. Bereits sein Vater Paul Rombach, so wird erzählt, habe aus seiner Studienzeit in England einen Lederball mit nach hause gebracht. Ende der 90 ziger Jahre des vorigen Jahrhunderts spielte er damals mit seinen Freunden bereits Fußball. Deshalb auch die enge Verbindung der Familie Rombach zum FC 07. Im Juli 1972 veranstaltete der der Verein ein Waldfest auf der Trutzeck. Trotz anfänglicher Bedenken wurde dies ein voller Erfolg. Es wurde daraufhin noch einige Jahre durchgeführt. Im September1972 wurde der neuerstellte Hartplatz gebührend gefeiert. Der geregelte Spielbetrieb konnte nun wieder auf eigenem Gelände stattfinden. Wegen akutem Spielermangel musste die 3. Mannschaft im Herbst 1972 vom Spielbetrieb zurückgezogen werden. Im November 1973 wurde Otto Becherer zum neuen Vorsitzenden des FC 07 gewählt. 1976 wechselte der damalige Auswahlspieler Uli Wielandt zum SV Kirchzarten. Im Jahr 1975 bis 1977 begann die Stadt Furtwangen mit dem Ausbau des Stadions sowie des Umkleidegebäudes. Ein herrlicher Rasenplatz mit Laufbahn sowie ein vorbildliches Umkleidegebäude wurden erstellt. Die Einweihung des Stadions wurde zusammen mit dem 70 jährigen Jubiläum des FC 07 durchgeführt. In den Spieljahren ab 1972/73 bis 1981/82 waren keine sportlichen Höhepunkte zu verzeichnen. Erwähnenswert dürfte noch sein, dass der FC 07 von 1956 bis 1982 immer der 1. bzw. 2. Amateurliga angehörte.


Im Jahre 1978.....

....bestritt der FC 07 ein Freundschaftspiel gegen den SV Waldhof Mannheim. Im Juni 1978 wurde Klaus Klaiber zum neuen Vorsitzenden gewählt. Ausgehend von den in ordentlichen Generalversammlungen, in den Jahren 1977 und 1978, gefassten Beschlüssen zur Sanierung der Vereinsfinanzen, das Vereinsheim so günstig wie möglich zu verkaufen, wurde hierzu ein Wirtschaftsausschuss gebildet. Nach langen Verhandlungen und der Unterstützung des Immobilien-büro Herth konnte 1978 ein ernsthafter Interessent gefunden werden. Im September 1978 stimmte die außerordentliche Mitgliederver-sammlung dem Verkauf zu. Der Verkaufserlös wurde festverzinslich angelegt. Diese Entscheidung war eine zur damaligen Zeit unumgäng-liche Maßnahme. Sie hat allen Personen sicherlich auch sehr weh getan. In den Jahren 1981 und 1983 wurde ein Freundschaftsspiel gegen die Mannschaft des FC Freiburg durchgeführt. Der FC Freiburg spielte 1981 noch in der 2. Bundesliga. Man verlor mit 1:3 Toren. 1983 verlor man mit 0:2 Toren.

 

1983 – 2007

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums hatten die Furtwanger Fußballanhänger dann einige Wermutstropfen zu verkraften. Die 1. Mannschaft musste nach 27-jähriger Zugehörigkeit zur Landesliga, in die Bezirksliga Schwarzwald absteigen. Das erklärte Ziel mit dem sofortigen Wiederaufstieg wurde verpasst. Man musste sich mit dem 2. Platz begnügen, der zur damaligen Zeit noch nicht die Möglichkeit eröffnete, als Zweitplazierter über eine Relegationsrunde doch noch aufsteigen zu können. In der Saison 83/84 kam Urban Klausmann, nach seinem Karriereende als Berufsfußballer, wieder in seine Heimat zurück. Mit ihm als Spielertrainer ging die Erfolgskurve des Traditions-vereins wieder steil nach oben. Bereits im ersten Jahr nach seiner Rückkehr legte er mit 45 erzielten Toren selbst den Grundstein zum Wiederaufstieg in die Landesliga. Vom 1. Spieltag an, führten die Grün-Weißen die Tabelle an und wurden mit 9 Punk-ten Vorsprung überlegen Meister. Auch die 2. Mannschaft knüpfte nahtlos an die Erfolge der 1. Mannschaft an und wurde Meister der Kreisliga A, Staffel III. Sie sicherten sich somit den Aufstieg in die Bezirksliga. Bereits im 1. Landesligajahr belegten wir als Neuling einen hervorragenden 5. Tabellenplatz. Urban Klausmann meinte schon damals: „ Mir war klar, dass diese Mannschaft, deren Kern schon seit Jahren zusammenspielt, auch in der Landesliga bestehen kann“. Auch die 2. Mannschaft schaffte den Klassenerhalt in der Bezirkliga. Den größten Erfolg erreichte in diesem Jahr die A-Jugend, die als Meister der Verbandsstaffel den Sprung in die Südbadische Jugendliga schaffte. Gerade dieser Erfolg ließ für die Zukunft doch einiges erhoffen, da immer mehr Spieler in die aktiven Mannschaften wechselten. Ein großes Ereignis wartete in diesem Jahr ebenfalls auf die Grün-Weißen. Am 21. Juli weilte der Bundesligist 1. FC Kaisers-lautern im Schwarzwald. Vor über 1000 Zuschauern trug er ein Freundschaftsspiel gegen die Einheimischen aus. Trotz großer Gegenwehr der jungen Furtwanger Mannschaft musste man sich am Schluss mit 0:13 Toren geschlagen geben. Die Spieler und Zuschauer erlebten aber dennoch einen denkwürdigen Fußball-nachmittag im Bregstadion. In der Saison 1985/86 war es dann soweit. Der FC 07 Furtwangen sorgte in der Landesliga Staffel 3 für Furore. Nach einer begeisternden Aufholjagd wurden die Grün-Weißen Meister und stiegen in die Verbandsliga Südbaden auf. In einem wahren Herzschlagfinale errang man beim FC Neustadt den Meistertitel. Mit einem riesigen Autokorso durch Furtwangen wurde der Erfolg gefeiert. Die anschließende Meisterfeier fand im Gasthaus Rössle statt. Die 2. Mannschaft musste in diesem Jahr den Abstieg aus der Bezirksliga verkraften. Dies war sicherlich hauptsächlich auf den schlechten Trainingsbesuch zurückzuführen. Die A- Jugend konnte den Klassenerhalt in der Südbadischen A-Jugendliga schaffen und stellt somit weiter den idealen Unterbau für die I. Mannschaft dar. Ein besonderes High-Light war in diesem Jahr sicherlich der Auftritt des Hamburger SV im Furtwanger Bregstadion. Der Europapokalsieger bezog ein Trainingslager in Schönwald und trug vor 2700! Zuschauern gegen die Grün-Weißen, im Bregstadion, ein Freundschaftsspiel aus. In diesem Spiel konnten die Einheimischen schon nach 5 Minuten, durch Michael Baum, in Führung gehen. Am Ende musste man sich dann aber doch mit 1:5 Toren geschlagen geben. Dieses Spiel war natürlich nicht nur für die Spieler und Zuschauer ein Riesenerlebnis. Auch der Furtwanger Vereinskassier konnte sich freuen. Man hatte eine prozentuale Einnahmenteilung vereinbart, welche der leidgeprüften Kasse sichtlich gut tat. Im ersten Verbandsligajahr 1986/87, zugleich das 80-jährige Jubiläum des Vereins, belegte man dann nach anfänglichen Schwierigkeiten und Zittern um den Klassenerhalt, einen hervorragenden 12. Tabellenplatz. Gerade das letzte Spiel der Runde gegen den Lokalrivalen FC 08 Villingen, wird man in Furtwanger Fußballkreisen nicht so schnell vergessen. Zur Pause lag die Mannschaft bereits mit 0:2Toren zurück. Nach einer riesigen Energieleistung und immer wieder angetrieben von den zahlreichen Zuschauern gewann man die Partie schließlich noch mit 3:2 Toren. Der Klassenerhalt war gesichert. Auch in diesem Jahr konnte man im Bregstadion wieder internationale Fußball-luft schnuppern. Mit dem AEK Athen kam eine europäische Spitzenmannschaft in den Schwarzwald. Das ausgetragene Freundschaftsspiel wurde dann mit 0:3 Toren verloren. Dies tat jedoch der guten Stimmung keinen Abbruch. Im 2. Jahr der Verbandsliga 1987/88 lief dann für den FC 07 nicht alles nach Wunsch. Bis zur Winterpause hatte man zwar schon einige Punkte auf der Habenseite, musste aber nach der Rückrunde den Abstieg hinnehmen. Die Rückrunde verlief nicht optimal, denn die erheblichen Schneefälle machten den Trainern und Spielern doch einen Strich durch die Rechnung. Leider zeigte sich auch der Verband wenig kooperativ. Die Grün-Weißen mussten in 12 Tagen sechs Punktspiele bestreiten, was sichtlich an die Kraft der Spieler ging. Wenn man bedenkt wie heute über englische Wochen gesprochen wird, war dies sicherlich für eine Amateurmannschaft unzumutbar. Die ergiebigen Schneefälle brachten dem FC 07 sogar einen Artikel in der Bildzeitung ein. Rund um den Hartplatz türmten sich Schneeberge bis zu einer Höhe von 3 m. In der Nacht zum Karfreitag fiel ebenfalls wieder eine Menge Neuschnee. Der FC 07 wollte das Spiel vom Karsamstag gegen Rastatt deshalb verlegen. Die Verantwortlichen des Verbandes stimmten jedoch einer Spiel-absage nicht zu. Der Verband stellte den Verein vor die Wahl das Spiel -trotz der widrigen Witterungsverhältnisse- auszutragen, oder eine Entscheidung am „grünen Tisch“zu riskieren. Das hätte bedeutet, dass das Spiel für den FC 07 als verloren gewertet worden wäre. Es blieb also nichts anderes übrig, als den Platz zu räumen. Die Verantwortlichen des FC 07 machten sich daraufhin auf den Weg zum „Pfeiffenhansenbauer“ Josef Dorer, dem damaligen Bürger-meisterstellvertreter. Dieser erklärte sich spontan bereit den Hartplatz zu räumen. Zuerst musste man aber mit Josef Dorer noch ein kräftiges Bauernfrühstück einnehmen. So fiel an diesem Karfreitagmorgen der obligatorische Kirchgang der Räumung des Sportplatzes zum Opfer. Am Karsamstag konnte dann das angesetzte Punktespiel ausgetragen werden. Leider ging es mit 0:3 Toren verloren. Unsere 2. Mannschaft unter Trainer Rolf Faller errang den Meistertitel und stieg in die Bezirksliga auf. Nach 3 jähriger Zugehörigkeit zur Südbadischen Jugendliga mussten die A- Jugendlichen sich leider aus dieser Spielklasse verabschieden. Auch in der Saison 1988/89 lief nicht immer alles nach Wunsch. Die 1. Mannschaft verpasste den Wiederaufstieg in die Verbandsliga und belegte am Schluss einen etwas enttäuschenden 4. Tabellenplatz in der Landesliga. Die 2. Mannschaft konnte in der Bezirksliga lange mit dem späteren Meister, dem SV Eisen-bach, mithalten und verlor erst gegen Schluss etwas den Anschluss. Auch sie beendete diese Saison auf dem 4. Tabellen-platz. Aufgrund der nicht überzeugenden Leistungen in den Heim-spielen, war es nicht möglich den für eine dringende Konsoli-dierung der Vereinsfinanzen erforderlichen Zuschauerschnitt zu erreichen. Die erstmalige Vereinsbesteuerung sorgte für erhebliche Nachforderungen des Fiskus für die Jahre 1986/1987 und brachten den Verein an den Rand der Existenz- und Über-lebensfähigkeit.
Die Saison 1989/90 begann gleich mit einem Paukenschlag. Klaus Klaiber, bis dahin 11 Jahre Vorsitzender, stellte seinen Posten, für viele Mitglieder überraschend, zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger, als neuer Vorsitzender, wurde Werner Dold gewählt.
Im sportlichen Bereich belegte unsere 1. Mannschaft, nach schwacher Vorrunde noch einen guten 5. Tabellenplatz. Die 2. Mannschaft musste leider aus der Bezirksliga absteigen. Eine A- Jugendmannschaft konnte mangels ausreichender Anzahl von Spielern nicht gestellt werden. In der Saison 90/91 musste man einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Nach 10-jähriger Landesligazugehörigkeit, stieg der FC 07 in die Bezirksliga ab. Auch die finanziellen Rahmenbedingungen konnten in diesem Jahr nicht verbessert werden. Aufgrund von Steuernachzahlungen musste man an das Finanzamt einen hohen 5-stelligen Betrag nachzahlen, was auf fehlende Steuererklärungen der Jahre 1986-89 zurückzuführen war. Dennoch blickte man zuversichtlich in die weitere Zukunft. Mit mehreren Veranstaltungen, sowie dem wieder durchgeführten Fasnachtsball in der Furtwanger Festhalle hoffte man, die Vereinskasse wieder etwas füllen zu können. In der Generalversammlung 1992 konnte den anwesenden Mitgliedern erstmals wieder von einer positiven Entwicklung der Vereinskasse berichtet werden. Sportlich lief es in diesem Jahr nicht ganz zufrieden stellend. War man in der Winterpause noch Tabellenführer, musste man sich am Ende mit dem 7. Platz zufrieden geben. Ein weiterer Meilenstein wurde in 1992 gesetzt. Nach 1 jähriger Planung erhielt man den „Roten Punkt“ für den Bau eines neuen Vereinsheimes im Sportgelände. Die Finanzierung konnte dank großzügiger Spenden von annähernd 30.000,- DM, durch die Furtwanger Industrie, sicher gestellt werden. Mit dem Bau konnte begonnen werden. Ebenso wurde in diesem Jahr die Sanierung des Hartplatzes durchgeführt. Damit waren wieder hervorragende Spiel- und Trainingsmöglichkeiten gewährleistet. Der Dank galt der Stadt Furtwangen, mit der es nach zähen Verhandlungen doch noch zu einer erträglichen Einigung in Sachen Finanzierung kam. Das Jahr 1994 stand ganz im Zeichen der Eröffnung des neuen Vereinsheimes, dem offiziellen Zuhause des FC 07 Furtwangen. Der 1. Vorsitzende Werner Dold erinnerte im Rahmen der Generalversammlung an die erbrachten Leistungen der Mitglieder. In nur einem Jahr hatte man es geschafft dieses große Vorhaben in die Tat umzusetzen. Wie er betonte erbrachten 45 Mitglieder und Helfer in dieser Zeit annähernd 3500 freiwillige Arbeitsstunden. Hier war besonders Peter Maute zu erwähnen, der alleine 650 Stunden für den Neubau aufbrachte. Nachdem Ralf Dorer im sportlichen Bereich die Leitung der aktiven Mannschaften übernommen hatte, konnte in dieser Bezirksligarunde ein zufrieden stellender 7. Platz belegt werden. Die Spielerdecke war allerdings etwas dünn, denn gerade in der 2. Mannschaft mussten mehrmals Spieler aus unserer AH eingesetzt werden.Besonders zu erwähnen ist das Abschneiden der Jugendmann-schaften. Sie waren allesamt im vorderen Drittel der Tabelle zu finden. Auch die Damenmannschaft sorgte in dieser Saison für Furore. Die Spielerinnen um Trainerin Karola Kreuz stiegen in die neu gegründete Landesliga auf.


 

In der Saison 94/95 hatte ...

… man sich im neuen Vereinsheim, das zum Mittelpunkt des Vereinsgeschehens wurde, bereits gut ein-gelebt. Sportlich lief es in dieser Saison allerdings nicht ganz nach den Vorstellungen der Verantwortlichen, denn nach dem Erringen der Herbstmeisterschaft, musste man in der Rückrunde bis zum drittletzten Spieltag warten, ehe man den 1. Sieg erringen konnte. Am Ende konnte man froh sein, mit einem stattlichen Polster aus der Vorrunde noch den 6. Tabellenplatz belegt zu haben. Die 2. Mannschaft konnte in dieser Saison nur knapp dem Abstieg entrinnen, was sicherlich auf die dünne Spielerdecke zurück zu führen war. Die Damenmannschaft war im ersten Jahr in der Landesliga in der Lage die Klasse zu erhalten. Dies war sicherlich als großer Erfolg einzu-stufen.
Auch in der Saison 95/96 hatte man in den Reihen des FC 07 Furtwangen alle Hände voll zu tun. Zuerst musste ein Ballfang-zaun am Vereinsheim erstellt werden, was mit erheblichem Zeit- und Arbeitsaufwand verbunden war. In diesem Jahr stand zum ersten Mal ein eigener FC-Bus für die Jugendmannschaften zur Verfügung, der über Werbeverträge einheimischer Firmen gesponsert wurde. Die Zahl der Jugendspieler stieg in diesem Jahr erstmals über die Marke von 200 an, was für die Jugendabteilung eine große Her-ausforderung darstellte, mussten für die 10 am Spielbetrieb teil-nehmenden Mannschaften jeweils Trainer und Betreuer gefunden werden. Im Aktivenbereich konnte man nach einer tollen Vorrunde auf dem 4. Tabellenplatz überwintern. Doch in der Rückrunde wieder das „alte Lied“. Zu wenige Spieler hatten in der Vorbereitung voll mitgezogen, so dass es nicht verwunderlich war, dass Trainer Ralf Dorer entnervt das „Handtuch“ warf. Interimscoach Rolf Faller, übernahm die Mannschaft und belegte am Ende einen nicht zufriedenstellenden 9. Tabellenplatz. Die 2. Mannschaft wurde am Ende der Runde nur 12., was sicherlich nicht ganz der Leist-ungsstärke entsprach. So brachte Werner Dold in der Generalversammlung 1996 seinen Unmut darüber zum Ausdruck, dass Nachbarvereine versuchten talentierte A-Jugendspieler vom FC 07 abzuwerben, um sich hierdurch selbst gezielt zu stärken. Diesem Vorgehen wolle man, so Dold, mit allen Mitteln entgegentreten  Mit dem neuen Trainer Peter Kemmler und einigen jungen talentierten Spielern ist man hoffnungsvoll in die Saison 96/97 gestartet. Bei Einbruch des frühen Winters lag die Mannschaft jedoch nur auf dem 11.Tabellenplatz. Nach den Niederlagen über Ostern, fand man sich dann erstmalig auf einem Abstiegsplatz wieder. Die Luft für die Mannschaft wurde immer dünner. Am 29. Spieltag konnten wir beim späteren Meister Mönchweiler mit einem überraschenden Auswärtssieg aufwarten. Am 32. Spieltag trennte man sich dann von Trainer Kemmler, um die Mannschaft nochmals für die beiden letzten Spiele zu motivieren. So siegte man in Schonach mit 2:1 Toren und hatte sich somit die Chance bewahrt, am letzten Spieltag mit einem Sieg gegen die 2. Mann-schaft des TuS Blumberg, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Die Nerven hielten jedoch der großen Belastung nicht stand und die Mannschaft verlor gegen den schon feststehenden Absteiger mit 2:4 Toren. Der Abstieg in die Kreisliga A war scheinbar besiegelt. Da jedoch der TuS Blumberg in diesem Spiel einen Stammspieler der 1. Mannschaft eingesetzt hatte, wurde die Niederlage am „grünen Tisch“ in einen Sieg umgewandelt. Das bedeutete dann doch noch den Klassenerhalt für den FC 07 Furtwangen. Die 2. Mannschaft konnte in dieser Saison jedoch den Abstieg in die Kreisliga B nicht vermeiden, was vor der Runde keiner erwar-tet hätte. Völlig überraschend meldete sich in diesem Jahr die komplette Damenmannschaft vom Spielbetrieb ab. Sie wechselte geschlossen zu den Spfr. Neukirch. Für die Verantwortlichen des FC 07 bis heute eine nicht nachvollziehbare Entscheidung.
Im Juli 1997 feierte der Verein sein 90-jähriges Vereinsjubiläum. Die Vorstandschaft hatte ein tolles Programm zusammen gestellt, doch leider blieben die Besucher am Samstag und Sonntag unter anderem aufgrund starker Regenfälle den Veranstaltungen fern. Gerade einmal 500 Besucher kamen am Samstag zu einem Konzert von „Dr. Quincy“ und am Sonntag waren es mit gerade noch 150 Zuhörern beim volkstümlichen Abend gar noch weniger, was mit erheblichen Einnahmeverlusten für den Verein verbund-en war.
Der Jugendbereich war auch in diesem Jahr wieder das Aus-hängeschild des Vereins. So hatte sich die A-Jugend wieder für die Aufstiegsspiele zur Verbandsliga qualifiziert und die B und C-Ju-gendmannschaften belegten in der Verbandsstaffel jeweils einen hervorragenden 4. Tabellenplatz. Die Saison 97/98 wurde dann für unsere 1. Mannschaft und alle Anhänger zur bis dahin größten Enttäuschung der Vereinsge-schichte. Am Ende der Runde musste man den Abstieg in die Kreisliga A antreten.
Die 2. Mannschaft belegte am Ende der Runde einen hervor-ragenden 2. Tabellenplatz und durfte mit den gezeigten Leist-ungen mehr als zufrieden sein. Der große Lichtblick war in diesem Jahr die B-Jugend. Die Spieler Mario Ketterer und Alex Feucht wurden mit der süd-badischen Auswahl Deutscher C-Jugendmeister. Mario Ketterer schaffte sogar den Sprung in die Schülernationalmannschaft. Aus diesem Anlass wurden beide Spieler mit der Sportlerplakette der Stadt Furtwangen ausgezeichnet.
Nach der Runde wechselte Mario Ketterer zum SC Freiburg. Ein großer Wermutstropfen nach dem Abstieg der 1. Mannschaft war die Tatsache, dass der FC 08 Villingen aus der A-Jugend des FC 07 sage und schreibe 4 !!! Spieler abgeworben hatte und somit dem Verein die Existenzgrundlage für den Fortbestand der A- Jugendmannschaft entzog. Die A-Jugendmannschaft musste zur kommenden Saison vom Spielbetrieb abgemeldet werden und man schloss sich mit dem TuS Bräunlingen zu einer Spielgemeinschaft zusammen. Ein Höhepunkt des Jahres war sicherlich der 2. Fasnachtsball, der wiederum vor einer ausverkauften Halle stattfinden konnte. In der Saison 1998/99 kam dann der sportliche Tiefpunkt für den FC 07 in seiner Vereinsgeschichte. Die 1. Mannschaft stieg trotz des gewonnenen Relegationsspieles in Hinterzarten in die Kreisliga B ab. Nach der Vorrunde hatte die Mannschaft gerade einmal 4 Habenpunkte auf Ihrem Konto. Der damalige Trainer Wolfgang Feucht wurde dann im November vom FC-Urgestein Ralf Dorer abgelöst. Doch trotz einer enormen Aufholjagd und sportlicher Qualifikation für die Kreisliga A scheiterte der Verein an der für alle völlig unverständlichen Auslegung des Regelwerkes des südbadischen Fußballverbandes. Die 2. Mannschaft belegte einen guten 4. Tabellenplatz. Für das Vereinsheim wurde erstmals ein Pächter gefunden, was finanziell für den Verein einen erheblichen Vorteil darstellte. In diesem Jahr wurde durch Umschuldung unserer Bau- und Girokonten, die von unserem 3. Vorsitzenden Rainer Engel um-gesetzt wurden, erhebliche Zinseinsparungen erreicht. Der Rasenplatz des Bregstadions stand zur kompletten Sanierung an. Hierbei wurde seitens des FC 07 beim südbadischen Sport-bund ein Antrag auf Bezuschussung gestellt, damit dieses Vorhaben auch in die Tat umgesetzt werden konnte. Ebenfalls wurde mit der Stadt Furtwangen ein Vertrag über die Nutzung des Bregstadions abgeschlossen. Erstmals in der Vereins-geschichte wurde in dieser Saison eine Bambini-Mannschaft gebildet. An der Generalversammlung stellte Werner Dold nach 10 jährig-er Tätigkeit als Vorsitzender sein Amt zur Verfügung. Zu seinem Nachfolger wurde in geheimer Wahl Reinhard Becherer, mit 61 Jastimmen und 2 Enthaltungen, zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.
In der neuen Saison kann der FC 07 Furtwangen wieder 12 Jugendmannschaften für den Spielbetrieb melden. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass wir nach 1 jähriger Pause wieder eine A-Jugendmannschaft, wenn auch nur in Form einer Spiel-gemeinschaft die sich aus Spielern von Schönwald, St.Georgen und Furtwangen zusammensetzt, zum Spielbetrieb anmelden konnten. Der angestrebte Wiederaufstieg der 1. Mannschaft konnte in der Saison 1999/2000 leider noch nicht in die Tat umgesetzt werden. Nach einer durchwachsenen Vorrunde, verlor man dann in Nussbach mit 1:5 Toren und konnte nach dem Heimsieg gegen den Meister aus Neuhausen dann doch noch den 2. Tabellenplatz erringen, der zu den Relegationsspielen berechtigte. Leider konnte man sich jedoch in der Relegation gegen den SV Una-dingen nicht durchsetzen. Die 2. Mannschaft spielte während der gesamten Saison im vorderen Drittel der Tabelle mit und belegte am Ende einen guten 3. Platz.
Die neuen Trainer Ralf Dorer und Georg Schandelmaier hatten sich zum Ziel gesetzt alles zu versuchen, um den FC 07 bald wieder an seine alte Stärke zurück zu führen. Die Sanierung des Rasenplatzes wurde abgeschlossen und mit Stolz können wir darauf verweisen, dass Furtwangen über eines der schönsten Sportgelände der Region verfügt. Die neu gegründete A-Jugendmannschaft belegte am Ende einen zufriedenstellenden 5. Platz. Man ist voller Hoffnung, dass man für die Zukunft wieder ein tolles Team auf die Beine stellen kann. Erstmals seit Jahren konnten wir in der Saison 2000/2001 unsere sportliche Durststrecke überwinden. Wir konnten in dieser Saison den Aufstieg unserer 1. Mannschaft in die Kreisliga A bejubeln. Er führte uns zwar wieder über den Weg der Relegation, aber diesmal mit mehr Erfolg. Wie stark die Mannschaft war, zeigte die Tatsache, dass über 100 Tore erzielt wurden. Ebenfalls konnte unsere 2. Mannschaft den Meistertitel erringen. Für die neue Saison kommt mit Jörg Klausmann und Ralf Dorer ein neues Trainergespann. Die intensive Jugendarbeit zeigt einmal mehr die Erfolge für talentierte Jugendspieler auf. So standen damals Matthias Burger, Florian Klausmann, Markus Sutter, Patrik Staudt und Johannes Heinzmann in den Auswahlmannschaften des Bezirks. Ein fußballerischer Leckerbissen fand in diesem Jahr im Bregstadion statt. Dort standen sich die A-Jugendlichen des Bundesligisten SC Freiburg und eine Bregtalauswahl aktiver Spieler gegenüber. Vor über 400 Zuschauern entwickelte sich ein hochklassiges Spiel, bei dem die Jugendlichen des Bundesligisten am Ende die Oberhand behielten. Mit dem Initiator dieses Spieles, Herbert Ketterer, konnte der Bregtalschule ein ansehnlicher Spendenbetrag übergeben werden.

 

Das Jahr 2002 brachte ...

... für den FC 07 Furtwangen wieder einmal einen sportlichen Höhenflug. Beide aktiven Mannschaften konn-ten in Ihrer Klasse die Meisterschaft erringen und steigen somit in die nächst höhere Klasse auf. Das Mannschaftsgefüge wirkte fast über die gesamte Runde sehr stabil, was insbesondere ein Verdienst der Trainer Ralf Dorer und Jörg Klausmann war. Besonders im offensiven Bereich konnte sich die Mannschaft auszeichnen. Mit 88 erzielten Toren verfügten wir über den stärksten Sturm der Liga. Hier ist besonders Jörg Klausmann und Enzo Maggiore hervor zu heben. Sie brachten ihre Gegner mehrmals ins Schwitzen und zur Verzweiflung. Auch die 2. Mannschaft wurde überlegen Meister der Kreisliga B und erzielte mit 94 Treffern eine wahre Torflut.
Im Jugendbereich wurde wieder hervorragende Arbeit geleistet, trotz des verpassten Aufstieg der A- Jugendmannschaft. Im ersten Jahr unserer sportlichen Zugehörigkeit zur Bezirksliga der Saison 2002/2003 mussten wir dann lange Zeit um den Klassenerhalt bangen. Nicht alles lief nach Plan. Zum Ende der Runde belegten wir dann doch noch den 11.Tabellenplatz und der Klassenerhalt war geschafft. Sehr gut aus der Affäre zog sich unsere 2. Mannschaft. Als Neuling der Kreisliga A Staffel 3 belegte Sie einen ausgezeichneten 6. Tabellenplatz. In dieser Saison waren die Jugendmannschaften so erfolgreich wie noch nie. Mit 4 Staffelsiegen und somit 2 Aufsteigern in die Bezirksstaffel sowie einem Aufstiegsplatz in die Verbandsstaffel, sorgten die Junioren- Mannschaften verbandsweit für Aufsehen. Auch bei der Hallen Bezirksrunde waren wir mit 4 Mannschaften bei den Endrundenturnieren vertreten. Ein großes Lob soll an dieser Stelle auch Gesamtjugendleiter Norbert Staudt mit seinem Team zuteil werden. Wie schon in den letzten Jahren wurde hier tolle Arbeit geleistet und Spitzenerfolge erzielt. In der Saison 2003/2004 konnte unsere 1. Mannschaft einen sehr guten 4. Tabellenplatz in der Bezirksliga erreichen. Die 2. Mann-schaft wurde in der Kreisliga A, Staffel 3 ebenfalls Tabellen-vierter.
In dieser Saison erreichte unsere A-Jugendmannschaft, neben dem Gewinn des Bezirkspokales auch den Staffelsieg in der Bezirksliga und den damit verbundenen Aufstieg in die Verbandsstaffel Südbaden. Die B-Junioren belegten in der Bezirksstaffel den 2. Platz.
Dank einem großzügigen Entgegenkommen der EGT Triberg konnten wir die Beheizung unseres Vereinsheimes von Nacht-speicheröfen auf Gasheizung umstellen. Ebenfalls sei erwähnt, dass Luzia Burgbacher nach 26 Jahren ihre aktive Schiedsrichtertätigkeit für den FC 07 Furtwangen beendete. Die Spielrunde 2004/2005 brachte dann für die Aktiven des FC 07 leider nicht den erhofften Erfolg, da wieder einmal der schwere Gang in die Kreisliga A angetreten werden musste. Viele Verletzungen, aber auch fehlende Fitness einiger Spieler trugen sicherlich zu diesem Abstieg bei. Ebenso konnten die Abgänge in der Winterpause nicht verkraftet werden. Im Frühjahr 2005 sollte mit einem erneuten Trainerwechsel das Unmögliche doch noch erreicht werden. Leider konnte jedoch der neue Trainer Georg Schandelmeier, trotz allem Engagement, den Abstieg nicht mehr verhindern. Für die 2. Mannschaft war dieser Abstieg doppelt bitter. Trotz Erreichen des 6. Tabellenplatzes musste man Zwangsabsteigen und den Weg in die Kreisliga B antreten.
Auswirkung des sportlichen Misserfolges war, dass nicht weniger als 5 hochkarätige Abgänge verkraftet werden mussten. Für ein lachendes Auge sorgte in dieser alles in allem verkorksten Saison die A-Jugendmannschaft unter Trainer Urban Klaus-mann und Thomas Hirt. Nach dem Aufstieg in die Verbands-staffel konnten die Jungs einen Durchmarsch hinlegen. In der Winterpause stand man noch ohne Verlustpunkt da und wurde dann am Ende auch überlegen Meister. Dies bedeutete den Aufstieg in die Südbadische Jugendliga. Die B-Jugendmannschaft wurde Bezirkspokalsieger und belegte in der Bezirksstaffel einen guten 5. Tabellenplatz. Mit über 180 Jugendlichen verfügt der FC 07 Furtwangen über eine der größten Jugendabteilungen der Region. Der Verein nimmt mit 10 Jugendmannschaften an den Rundenspielen teil. Auch im Vorstandsbereich stand an der Generalversammlung ein richtungsweisender Wechsel an. Mit Oliver Dold wurde zum 1. mal in der fast 100 jährigen Vereinsgeschichte ein ehrenamtlicher Geschäftsführer gewählt. Noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen sind wir im sportlichen Bereich. Eine nervenaufreibende Saison 2005/2006 brachte am Ende doch noch einen glücklichen Ausgang. Wir sind knapp am Abstieg vorbeigeschrammt. Es war eine Saison, wie man sie eigentlich kein zweites mal erleben möchte. Nicht zu beneiden waren die beiden Trainer Georg Schandelmaier und Harald Beyer. Nach gut 1/3 der Rundenspiele warf Trainer Georg Schandelmaier dann im Herbst entmutigt das Handtuch. Sämtliche Planspiele und Spielvariationen hatten nicht gegriffen. Erst durch die Unterstützung der Spieler des A-Juniorenbereiches kamen wir langsam aus der misslichen und prekären Tabellensituation heraus. Vielleicht hätte schon früher der eine oder andere Juniorenspieler im aktiven Bereich eingesetzt werden sollen. Einen großen Anteil am Klassenerhalt hatte aber sicherlich auch Trainer Harald Beyer. Trotz vieler Tiefschläge lies er den Knopf nie hängen. Er wirkte immer wieder motivierend auf die Mannschaft und das Umfeld ein. Er stand wie ein Fels in der Brandung ! Die 2. Mannschaft spielte in dieser Saison eine gute Runde und belegte am Ende den 2. Tabellenplatz.. In dieser Spielzeit kamen in den beiden Aktivenmannschaften 66 Spieler zum Einsatz. Eine ganz besondere und seltene Ehrung konnte in diesem Jahr Dietmar Beyer erfahren. Er wurde für über 1000 !!! Spiele im Trikot des FC 07 vom 1. Vorsitzenden ausgezeichnet. Bisher konnte nur Alfred Burger diese magische Grenze erreichen. Der Glückwunsch galt in diesem Jahr wieder den A-Junioren mit ihren Trainern Urban Klausmann, Thomas Hirt und Eugen Ambs. Sie haben als Aufsteiger in der Juniorenliga den 10. Tabellenplatz und damit den Klassenerhalt gesichert. Sie konnten sich in dieser Saison auch den 1. Platz in der Fairnesstabelle der Juniorenliga erspielen, obwohl sich die Mannschaft während der ganzen Runde im hinteren Tabellendrittel bewegte. Dies spricht ganz besonders für die Spielstärke der Truppe. Den Bezirkspokal konnte die A-Juniorenmannschaft nach 120 Spielminuten, bei extremer Hitze, in einem dramatischen Finale in Ewattingen gegen einen starken FC Neustadt erringen. Mit einer neuformierten sehr jungen Mannschaft trat man dann in der laufenden Saison 2006/2007 in der Kreisliga A an. Sie hat ein Durchschnittsalter von ca. 21 Jahren und überzeugt vor allem durch ihre spielerischen und kämpferischen Qualitäten. Leider konnte Trainer Urban Klausmann, wegen einiger Langzeit Verletzten noch nie mit seiner Wunschelf antreten. Zur Winterpause belegt die 1. Mannschaften einen guten 3. Tabellenplatz mit Blickrichtung nach oben. Vielleicht kann ja gerade im Jubiläumsjahr noch an der höherklassigeren Liga geschnuppert werden.

Schlussbetrachtung

Im Jahre seines 100 jährigen Jubiläums kann der FC 07 Furtwangen auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück blicken. Mit den Um- und Neubauten der Trainings- und Spielstätten und der Vereinsheime hat der Verein zu allen Seiten große finanzielle Belastungen auf sich genommen, um den aktiven und passiven Fußballsport zu fördern. Aus seinen Reihen gingen Spitzensportler hervor, die ihren Weg teilweise bis in die 1. Bundesliga gegangen sind. Selbst im Natio-naltrikot fanden sich Einige wieder.
Besonders am Herzen liegt dem Verein die Jugendarbeit sowie das Fairplay in den eigenen Reihen, aber auch nach Außen auf den Fußballplätzen, bei den Spielen des Vereins. Obwohl die Bereitschaft der Menschen ihre Freizeit für den Fußballsport und der damit verbunden Aufgaben und Tätigkeiten nachlässt, gibt es bei uns immer wieder Menschen und Personen die diese Aufgaben bewerkstelligen und den Verein somit am Leben erhalten. Der FC 07 wünscht sich deshalb für die Zukunft ein erfolgreiches Fortbestehen verbunden mit viel sportlichem Erfolg.